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... Es war alles schon mal da ...

Monat: August 2017

Radio Shack – TRS-80 Model I

Auf die Gefahr hin, dass einiges zu reparieren ist, habe ich eben zur Erweiterung der Z80 basierenden Rechner noch einen TRS-80 Model I mit Level II Basic bei der Bucht ersteigert. Äußerlich sieht der Rechner aber nicht verbastelt und sehr vernünftig aus. Bis auf die üblichen Gebrauchsspuren wie fehlender Silberlack an der Vorderkante (Handballenauflage).

Leider fehlt das Netzteil, aber hier habe ich eine interessante Seite ausmachen können wo man sich das auch aus kleineren Gleichspannungs-Werten (2 x 7 Volt, 1 x 12V) selbst zusammen kann. Bin gespannt, ob es klappt und werde weiter darüber berichten.

MZ-731 – Test der Auktionsware

Vorweg einmal, man sieht dem ersteigerten Rechner seine > 30 Jahre keinesfalls an. Er sieht mehr so aus, als wäre er letzte Woche vom Band gerollt. Aber da auf der Unterseite noch ein FTZ-Aufkleber prangt hat er wohl doch einiges mehr an Lebenszeit auf dem Buckel.

Der Kondensator war mit der mechanischen Entlötpumpe schnell ersetzt, die Schrauben liessen sich auch sehr gut wieder zuordnen. Drei Gewindeschrauben vorne unten, fünf an der Hinterseite, zwei halten innen drin den Gehäusedeckel. Vier Blechschrauben das Netzteil am Gehäuse, drei Gewindeschrauben mit Unterlegscheiben für den Netzteilkäfig und jeweils zwei davon für den Netzschalter und die Euro-Buchse. Obacht Cave: Die Buchse nach außen legen und gegen den Käfig schrauben, sie hat kein Gewinde 🙂

Alles schön zusammenbauen und mal anschließen. Da der Rechner sehr modern ist, hat er mehrere Möglichkeiten ihm ein Videosignal zu entlocken. Ich entschied mich für die einfachste und naheliegendste. S-Video Signal über Cinch, weil das auch der LCD-TV von Medion gut wiedergibt. Einschalten… der Plotter fängt an zu rattern und der Monitor-Prompt erscheint, geht?

„L“ und die beiliegende Basic-Kassette einlegen, Sekunden später wird angezeigt Found S-Basic. Sie scheint nach der langen Zeit ebenfalls noch zu funktionieren. Magnetische Medien haben eine deutlich höhere Lebensdauer, also z.B. CD’s, die gerade im Licht nach einigen Jahren den Geist aufgeben!

Bei den Tests stellte ich allerdings fest, dass einzig die Taste „X“ nicht oder nur sehr unzuverlässig funktioniert. Also nochmal alles auseinanderbauen und die Mitsumi-Tastatur von 1983 (!) aufmachen. Einmal mit Autosol Polierpaste über die Kontakte auf der Platine, anschließend mit Isopropanol gesäubert. Die kleinen Gummikontakte in den Tasten ebenfalls mit Alkohol reinigen und die gefühlten 100 kleinen Gewindeschrauben alle wieder rein… Jetzt funktioniert auch die Tastatur wieder ordnungsgemäß.

Fazit: Alles in allem „nicht verkauft“

Sharp MZ-731 – wieder ein Z80 basierender Rechner

Am Montag war das Schnäppchen aus der Bucht dann in der Post. Ein nagelneu anmutender Sharp MZ-731, kaum Nutzungsspuren. Laut Auktionsbeschreibung riecht das Netzteil sehr stark. Gut, habe da schon eine Vermutung was das angeht. Und so war es dann auch: Geplatzer Hochspannungs-Folienkondensator zur Siebung im Netzteil. Die neigen, auch wegen zu niedrigem Spannungswert nach > 30 Jahren gerne mal dazu abzurauchen.

Was mir beim Zerlegen sehr positiv aufgefallen ist wie logisch der Rechner zusammengebaut ist und wie einfach er sich demontieren lässt.

Ob er allerdings korrekt funktioniert, weiß ich erst nachdem ich den Kondensator ersetzt habe. Das Bauteil mit passenden Werten bekomme ich wohl am Wochenende von einem Clubkollegen mitgebracht (47nF 250V).

Es war noch einiges an Original-Teilen dabei:

  • Das Bedienerhandbuch des MZ-700 in deutsch
  • Ein Konverterstecker zum Anschluß eines Monitors

Leider fehlt der Steckaufsatz für die Befestigung der Papierrolle für den eingebauten Plotter, aber ggf. kann ich die mittels 3D-Drucker so ähnlich nachdrucken. Einen Plotterstift zum Testen habe ich freundlicherweise von der Firma CGM GmbH in Berlin im voraus zugeschickt bekommen. Bin gespannt, ob der funktioniert – aber dafür muß das Netzteil erst repariert sein.

Ein ausführlicher Test folgt… to be continued

Geschichte der Programmiersprachen

so lautet der Titel meines Vortrages an unserem Tag der offenen Tür im Computermuseum Visselhövede. Bin noch dabei diesen auszuarbeiten, da das Themenfeld ja schier unglaublich breit gefächert ist.

Von der Gliederung her werde ich den Anwesenden erstmal grob den Aufbau eines Rechners am Beispiel der verbreiteten Von-Neumann-Architektur erläutern. Das schafft eine gewisse Grundlage zu verstehen, was sich im Innern eines Prozessors abspielt, wenn Programme verarbeitet werden.

Dann geht es tatsächlich in die Historie, angefangen bei Ada Lovelace und der Analytical Engine von Babbage, über die Anfänge der ersten elektronischen Computer bis in die Neuzeit der Computersprachen. Grundlagenkenntnisse möchte ich dabei nicht voraussetzen, sondern werde es auf einer möglichst abstrakten und einfachen Ebene versuchen zu erläutern.

Weiter ist auch in Planung dies anhand einiger, weniger Beispiele sozusagen am lebenden zu demonstrieren. Bevor ich es völlig vergesse, der Tag der offenen Tür ist historisch gewachsen am 3. Oktober 2017 in unseren Clubräumen. Weitere Informationen gibt es hier

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